Songlivo

Warum kein Konto und kein Server? Ein Local-first-Songbook

6 Min. Lesezeit

Die meisten Apps wollen beim ersten Start ein Konto: E-Mail, Passwort, vielleicht ein Abo. Songlivo nicht. Deine Songs, Setlists und Einstellungen liegen auf deinem Telefon; wir haben keinen Server, der sie liest, speichert oder synchronisiert. Das ist keine fehlende Funktion, sondern eine bewusste Designentscheidung, und sie heißt Local-first. Dieser Text erklärt, warum sich die Entscheidung auf der Bühne auszahlt, was sie kostet und wie du deine Daten sicher hältst.

Was bedeutet Local-first?

In einer Local-first-App liegt die maßgebliche Kopie deiner Daten auf deinem Gerät. Die App fragt keinen Server, um zu starten, einen Song anzuzeigen oder eine Änderung zu speichern; alles funktioniert auch ganz ohne Internet. In einer Cloud-App liegt die maßgebliche Kopie auf dem Server der Firma, und was auf deinem Gerät ist, ist nur ein vorübergehendes Abbild davon.

In Songlivo gilt das Prinzip auch für den Bühnensync: Die Geräte der Band verbinden sich über ein lokales WLAN oder direkt per Bluetooth. Dazwischen gibt es keinen Server, kein Konto und keine Internetverbindung.

Warum das auf der Bühne zählt

  • Das Internet der Location ist nicht dein Problem. Im Hochzeitssaal, im Kellerclub oder draußen ohne Empfang öffnen sich deine Songs trotzdem, und die Band spielt synchron.
  • So etwas wie einen Serverausfall gibt es nicht. Dass am Konzertabend der Server einer Firma abstürzt oder dich ein Anmeldebildschirm an der Tür aufhält, kann schlicht nicht passieren.
  • Tempo. Einen Song öffnen, die Setlist wechseln oder die Tonart verschieben wartet nie auf das Netz; alles passiert auf dem Gerät selbst.
  • Dein Zugriff hängt an keinem Abo. Es gibt keine App, die deine Bibliothek sperrt, wenn eine Zahlung ausbleibt; deine Songs öffnen sich immer.

Wo liegen deine Daten?

  • Songs, Setlists, Notizen und Einstellungen werden nur auf deinem Gerät gespeichert.
  • Es gibt kein Konto: Weder E-Mail noch Passwort noch Telefonnummer werden abgefragt.
  • Die App sendet weder Werbung noch Analysedaten noch Absturzberichte. Ohne Server, der weiß, was du tust, gibt es auch kein „Profil“, das man löschen müsste.
  • Beim Bühnensync wandert ein Song nur zwischen den Geräten der Band, über eine lokale Verbindung. Ein Song vom Leader, der nicht in deiner Bibliothek ist, wird vorübergehend angezeigt und nicht gespeichert.
  • Einer Bühne trittst du mit einem 4-stelligen Code bei; der Code selbst wird im WLAN nie im Klartext übertragen.

Der Preis: Das Backup liegt in deiner Hand

Local-first hat einen ehrlichen Preis: Da keine Cloud deine Daten für dich aufbewahrt, ist es dein eigenes Backup, das die Songs zurückbringt, wenn ein Telefon verloren geht oder kaputtgeht. Auch eine Synchronisierung, die zwei Geräte von selbst gleich hält, gibt es nicht.

  • Ein vollständiges Backup ist eine einzige .songlivo-Datei: Songs, Setlists, Notizen und Einstellungen stecken darin.
  • Du legst die Datei ab, wo du willst: dein eigener Cloud-Speicher, E-Mail, dein Computer. Du entscheidest, wohin sie geht.
  • Mach ein Backup vor einem großen Auftritt, nachdem du viele Songs auf einmal hinzugefügt hast, und bevor du das Telefon wechselst.
  • Auf dem neuen Telefon reicht es, die Datei zu importieren; die App öffnet sich mit deiner alten Einrichtung. Die 30-Song-Grenze der kostenlosen Version gilt auch beim Import.

Das System-Backup deines Telefons kann App-Daten enthalten, aber verlass dich nicht darauf: Was gesichert wird, hängt vom Gerät und seinen Einstellungen ab. Halte eine .songlivo-Datei bereit.

Wie funktionieren Käufe ohne Konto?

Die kostenlose Version von Songlivo fasst 30 Songs und enthält alle Funktionen; Pro hebt nur die Song-Grenze auf. Pro ist ein einmaliger Kauf und hängt nicht an einem Konto, das wir führen, sondern an dem Apple- oder Google-Konto, das du ohnehin benutzt.

  • Auf einem zweiten Gerät oder nach einem Telefonwechsel genügt „Käufe wiederherstellen“ im Pro-Bildschirm; du zahlst nie zweimal.
  • Der Kauf nimmt deine Songs nicht mit. Songs ziehen mit einem .songlivo-Backup um.
  • Es gibt kein Abo; du zahlst einmal.

Fünf Fragen bei der Wahl einer App

Egal, welches Songbook du benutzt — stell diese Fragen, bevor du dich auf der Bühne darauf verlässt:

  1. Startet sie im Flugmodus und zeigt Songs an?
  2. Kann ich meine Songs in einem offenen Format (ChordPro, reiner Text) exportieren?
  3. Was passiert mit meiner Bibliothek, wenn mein Abo endet?
  4. Braucht der Bandsync Internet oder ein Konto?
  5. Wenn die Firma schließt oder die App verschwindet, wo bleiben meine Songs?

Wie du ein Backup machst und auf ein neues Telefon bringst, steht in der Anleitung. Wenn du von einer anderen App kommst, hilft der Text Songbook umziehen.

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